Cannabisöl für Tiere

Cannabisöl für Tiere

KANN ICH MEINEM HAUSTIER CBD ÖL GEBEN?

Cannabisöl, auch bekannt als CBD öl, ist in der Tiermedizin keine Neuheit. Schon im antiken Griechenland behandelte man damit beispielsweise Koliken bei Pferden und Wunden aus Schlachten. Solange die Menschheit das Cannabis kennt, nutzt sie Extrakte daraus zur Behandlung von gesundheitlichen Problemen bei Tieren.

Die meisten CBD-Öl-Studien konzentrieren sich zwar auf menschliche Probleme, doch viele dieser Forschungen basieren auf Tiermodellen, und es gibt eine große Menge praktischer Erfahrungen von Tierärzten, die CBD öl bereits in ihre Praxis integriert haben. Wir hören immer öfter von Fällen, bei denen entzündliche, allergische oder sogar Krebsleiden bei Tieren erfolgreich mit CBD öl behandelt wurden.

WIE WIRKT CANNABISÖL BEI TIEREN?

Genau wie Menschen verfügen Säugetiere, Vögel, Reptilien, Fische und Gliederfüßer über ein Endocannabinoid-System, das die wertvollen Verbindungen des CBD öls – die Cannabinoide – nutzbar macht. Dieses System besteht aus einem komplexen Netzwerk von Rezeptoren, die zahlreiche lebenswichtige biologische Prozesse steuern, darunter Appetit, Schmerzwahrnehmung, Stimmung und Gedächtnis. Die meisten Tiere haben ein ähnlich funktionierendes Endocannabinoid-System, wenngleich manche Arten auch individuelle Besonderheiten aufweisen.

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Beispielsweise ist das Endocannabinoid-System von Hunden einzigartig, da die Rezeptoren besonders konzentriert im Kleinhirn und Hirnstamm vorhanden sind. (Diese Hirnregionen sind verantwortlich für Atmung, Herzschlag und Bewegungskoordination.) Aufgrund dieser hohen Konzentration von CB1-Rezeptoren sind Hunde besonders empfindlich gegenüber dem in Cannabis enthaltenen THC. Wegen ihres geringeren Körpergewichts sollte man daher bei den meisten Haustieren beim Gebrauch von THC-haltigen Produkten vorsichtiger sein.

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Eine THC-Überdosierung bei Hunden kann zu statischer Ataxie führen, wodurch sie sich versteifen, vor- und zurückwackeln und ihre Blasen- sowie Darmentleerung nicht kontrollieren können. Dieser Zustand klingt meist nach einigen Stunden ab, kann im schlimmsten Fall aber auch mehrere Tage anhalten. In solch einem Fall trinkt der Hund oft nicht, was zur Austrocknung führen kann.

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Für eine statische Ataxie muss der Hund eine erhebliche Menge THC zu sich nehmen, was bei der Verwendung von CBD ölen mit niedrigem THC-Gehalt (unter 0,2 %) kaum passieren kann. Solche Fälle treten meist auf, wenn das Tier unachtsam Zugang zu THC-reichen Backwaren des Besitzers erhält. Diese Vorfälle kommen vor allem in Ländern vor, in denen Cannabisprodukte mit hohem THC-Gehalt legal sind.

Interessanterweise sind Katzen weniger empfindlich gegenüber THC und zeigen im Falle einer Überdosierung eher Symptome, die für Menschen typisch sind.
Es ist sehr selten, dass ein Tier an einer THC-Überdosierung stirbt. Wenn es dennoch vorkommt, liegt meist eine toxische Nahrungsaufnahme zugrunde, wie etwa ein mit Süßstoff hergestelltes Cannabis-Gebäck (Süßstoffe sind für Hunde oft sogar tödlich).

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Wann kann Cannabisöl nützlich sein?


Angst und Stress

Viele Haustiere leiden unter Trennungsangst, lauten Geräuschen oder Veränderungen in ihrer Routine. Cannabisöl kann helfen, Angst zu lindern, indem es ein Gefühl der Ruhe fördert und so den Umgang mit stressigen Situationen erleichtert.

Schmerzlinderung und Gelenkgesundheit

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabisöl können Haustieren bei Schmerzen im Zusammenhang mit Arthritis, Gelenkschmerzen oder Verletzungen helfen, was letztlich die Mobilität und den Komfort des Tieres verbessert.

Entspannung und Konzentration

Cannabisöl kann zu einem ruhigen Gemütszustand beitragen und es Tieren erleichtern, sich bei Training, Spielen und anderen Aktivitäten besser zu konzentrieren.

Allgemeines Wohlbefinden

Das Zusammenspiel von CBD und dem Endocannabinoid-System kann dazu beitragen, das Gleichgewicht im Körper des Tieres zu fördern, was die allgemeine Gesundheit und das Immunsystem unterstützt.

Krebserkrankungen

Bestandteile des Cannabisöls können die Ausbreitung von Tumorzellen hemmen und Krebszellen zum programmierten Zelltod zwingen.

Mit dem richtigen Produkt und der passenden Dosierung kann Cannabisöl eine wertvolle Nahrungsergänzung darstellen, die zu einem glücklicheren und gesünderen Leben beiträgt.

WORAUF SOLLTE MAN ACHTEN, WENN MAN CBD ÖL AN HAUSTIERE GIBT?

Es ist gut zu wissen, dass es zwei Hauptarten von Cannabisölen gibt: Breitband und Vollspektrum. Vollspektrumöle enthalten THC, Breitbandöle nicht. Beide Typen enthalten, sofern von guter Qualität, mehrere andere Cannabinoide (CBDA, CBDV, CBC, CBN, CBG), was wichtig ist, da diese Verbindungen in Kombination miteinander sowie mit CBD und THC eine stärkere therapeutische Wirkung entfalten. 

Bei schmerzhaften, entzündlichen und Krebserkrankungen ist es hilfreich, wenn das Produkt THC enthält; dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die tägliche THC-Menge nicht zu hoch ist. Vollspektrum-CBD-Öle haben einen niedrigen THC-Gehalt von unter 0,2 %, das heißt, ein Tropfen eines solchen Produkts enthält etwa 0,058 mg THC. Das scheint nicht viel, doch Hunde sind sehr sensibel gegenüber dieser Substanz, weshalb bei ihnen die Dosierungsempfehlungen besonders genau eingehalten werden sollten (siehe unten).

VOR DEM KAUF VON CANNABISÖL

Vor dem Kauf eines Cannabisöls sollte man immer prüfen, welche Inhaltsstoffe das jeweilige Produkt enthält. Hierfür gibt es die sogenannte Cannabinoid-Analyse, die vom Hersteller bzw. Händler idealerweise beim Produkt bereitgestellt wird. Dieses Dokument wird von einem unabhängigen Labor nach der Produktprüfung ausgestellt und zeigt, welche Cannabinoide neben CBD im Öl enthalten sind.

CBD DOSIERUNGSHINWEISE

Die benötigte Wirkstoffmenge hängt vom Körpergewicht des Tieres, seinem Gesundheitszustand und individuellen Eigenschaften ab. Allgemein gilt als Mindestmenge 2 mg Wirkstoff pro 4,5 Kilogramm Körpergewicht. Für einen 20 kg schweren Hund wäre die empfohlene Mindestmenge pro Tag:

20kg / 4,5 = 4,44 x 2 mg
= 8,88 mg

Bei mittelschweren Beschwerden können 3 mg und bei schweren Fällen 5 mg Wirkstoff täglich pro 4,5 kg Körpergewicht angewendet werden.

Zusammengefasst in einer Tabelle:

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Berechnet für einen 20 kg schweren Hund

Niedrige Dosis
Mittlere Dosis
Hohe Dosis
2 mg / 4,5 kg Körpergewicht 3 mg / 4,5 kg Körpergewicht 5 mg / 4,5 kg Körpergewicht
Tagesdosis: 8,88 mg Tagesdosis: 13,32 mg Tagesdosis: 22,2 mg


Wann solltest du welche Dosierung anwenden?

Gib eine niedrige Dosis, wenn das Tier gesund ist, du aber möchtest, dass es eine kleine unterstützende Ergänzung bekommt. Die Inhaltsstoffe des Cannabisöls wirken sich positiv auf die Gelenke aus und unterstützen außerdem das Immunsystem.

Gib eine mittlere Dosis bei allergischen Reaktionen oder Zerrungen.

Gib eine hohe Dosis bei epileptischen Anfällen und Krebserkrankungen.

Achte auf eine schrittweise Steigerung! Zu Beginn solltest du 2–3 Tage lang nur die Hälfte der empfohlenen Menge geben, damit sich der Körper des Tieres daran gewöhnen kann – besonders wichtig, wenn du ein Vollspektrum-Cannabisöl verwendest!

Große Mengen an CBD lassen sich sicher mit Breitbandölen einnehmen, weil diese kein THC enthalten, oder mit konzentrierten Vollspektrumölen, die mindestens 1000 mg Gesamtwirkstoff pro 10 ml Produkt enthalten, also mindestens 10 % Konzentration.

Das THC in 0,2 % THC-haltigen Vollspektrumölen bleibt unabhängig von der Produktkonzentration bei etwa 0,058 mg pro Tropfen. Nur die Mengen der anderen Wirkstoffe (CBD, CBDA, CBG, CBN) variieren. Ein 500 mg Vollspektrum-Cannabisöl enthält somit genauso viel THC wie ein 1000 mg Vollspektrumprodukt. Das bedeutet, dass man mit hochkonzentriertem Vollspektrum-CBD öl große Mengen an CBD verabreichen kann, während der THC-Wert sicher im erlaubten Rahmen bleibt.

WIE WENDEN?

Gib die hohe Dosis mindestens in zwei Portionen über den Tag verteilt, während Mittel- und Niedrigdosen auch konzentriert in einer Gabe verabreicht werden können.

CBD wirkt am besten, wenn es nicht mit der Hauptmahlzeit gegeben wird. Für das beste Ergebnis gib es etwa 20 Minuten vor dem Essen. Beachte, dass die meisten Tiere innerhalb von 30–40 Minuten auf CBD reagieren, daher empfehlen wir zur Sicherheit, es mindestens eine Stunde vor stressigen Ereignissen (z.B. Reisen) zu verabreichen. Du kannst es auch in die tägliche Futterration mischen, wenn du es nur als Ergänzung gibst und das Tier gesund ist.

Der Geschmackssinn von Tieren ist, wie beim Menschen, variabel. Es gibt Hunde und Katzen, die CBD öl mögen und ohne Probleme direkt in den Mund tropfen lassen, und andere, die den Geruch wahrnehmen und es wie der Teufel das Weihrauchrauch meiden. In solchen Fällen kann es helfen, das Öl auf ein Lieblingsleckerli zu tropfen oder in eine weiche Nahrung (Leberpastete, Aufstrich) eine kleine Mulde mit dem Finger zu formen, das Öl hineinzutropfen und die Öffnung wieder zu verschließen.

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Im CANNADOLTM Sortiment findest du jetzt auch speziell für Hunde (SUPERDOGTM) und Katzen (SUPERCATTM) entwickelte CBD öle, die keine Duftstoffe enthalten, wie sie bei Humanprodukten üblich sind. 


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Konsultiere vor der Anwendung von CBD-haltigen Produkten immer deinen Tierarzt!


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