CBD öl und Immuntherapie

CBD Öl und Immuntherapie: Sind sie zusammen sicher bei der Krebsbehandlung?
In den letzten Jahren sind in der Onkologie zwei sehr unterschiedliche, aber dennoch viele Menschen betreffende Themen immer häufiger diskutiert worden: die Immuntherapie als eine der vielversprechendsten krebsbekämpfenden Behandlungen und das CBD Öl, das von immer mehr Patienten ergänzend zur Linderung der Symptome verwendet wird.
Doch was passiert, wenn man beide gleichzeitig anwendet? Kann CBD die Immuntherapie abschwächen oder unterstützt es den Körper sogar bei der Heilung?
Diese Frage wurde in einer aktuellen Studie untersucht, die einen neuen Blick auf die Verbindung zwischen Cannabis und dem Immunsystem wirft.
Was ist eigentlich Immuntherapie?
Die Immuntherapie (auch bekannt als Checkpoint-Inhibitor-Therapie) zielt darauf ab, das körpereigene Immunsystem gegen Tumorzellen zu aktivieren.
Medikamente wie Pembrolizumab, Nivolumab oder Ipilimumab lösen die „Bremse“ der T-Zellen, sodass diese in der Lage sind, die Krebszellen zu erkennen und zu vernichten.
Dies war ein großer Durchbruch bei vielen Krebsarten (z. B. Lungen-, Melanom-, Nierenkrebs), jedoch führt die „Überstimulation“ des Immunsystems oft zu immunvermittelten Nebenwirkungen.
Warum war man bisher bei CBD und Immuntherapie vorsichtig?
Das Ziel der Immuntherapie ist es, das natürliche Abwehrsystem des Körpers „aufzuwecken“ und das Immunsystem dazu zu bringen, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.
Demgegenüber wirkt Cannabis – und damit auch das CBD Öl – auf die Funktion der Immunzellen, insbesondere über die CB2-Rezeptoren. Diese Verbindung ist schon lange bekannt, und einige Laboruntersuchungen legen nahe, dass Cannabinoide das Immunsystem „beruhigen“ können.
Es ist daher verständlich, warum man lange glaubte, dass Cannabis oder CBD Öl die Wirksamkeit der Immuntherapie beeinträchtigen könnte.
Einige frühere israelische Studien deuteten tatsächlich darauf hin, dass Patienten, die Cannabis verwendeten, bei einer Immuntherapie schlechter abschnitten.
Diese Untersuchungen waren jedoch sehr begrenzt: wenige Patienten, unterschiedliche Behandlungshintergründe, verschiedene Krebsarten – daher waren die Ergebnisse nicht zuverlässig verallgemeinerbar.
Neue Forschung, neue Ergebnisse
Eine aktuelle, groß angelegte Studie bringt nun Licht ins Dunkel.
Die Forschenden untersuchten 201 Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, die eine Immuntherapie (Checkpoint-Inhibitoren) erhielten. Die Hälfte bekam im ersten Monat zusätzlich Cannabis, die andere nicht. Beim Vergleich der Gruppen zeigte sich: es gab keinen Unterschied bezüglich Überlebensrate oder Krankheitsprogression.
Die Studie wurde durch Tierversuche ergänzt. Bei Mäusen testeten sie verschiedene Behandlungsvarianten: nur Immuntherapie, nur Cannabis, beides zusammen sowie keine Behandlung. Das Ergebnis?
Cannabis verminderte nicht die Wirksamkeit der Immuntherapie, im Gegenteil: Mäuse, die nur Cannabis erhielten, zeigten eine leicht langsamere Tumorentwicklung im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Die Forscher ziehen ein klares Fazit: Cannabis – und wahrscheinlich auch CBD Öl – verringert nicht die Wirkung der Immuntherapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs.
Das bedeutet natürlich nicht, dass dies für alle Krebsarten und alle Therapie-Kombinationen gilt, aber es ist eine beruhigende Nachricht für jene, die bisher befürchteten, CBD Öl könnte „schaden“ während der Behandlung.
Was bedeutet das in der Praxis?
Viele Patienten verwenden CBD, um die unangenehmen Nebenwirkungen der Behandlungen zu lindern.
Die häufigsten Nebenwirkungen der Immuntherapie
Müdigkeit und Erschöpfung
Tritt bei 60–80 % der Patienten auf. Das ist keine einfache „Müdigkeit“, sondern ein anhaltender, tiefer Energiemangel, der durch Schlaf oder Ruhe nur schwer ausgeglichen werden kann.
Hautprobleme (Ausschlag, Juckreiz, Trockenheit)
Aufgrund der Überaktivität des Immunsystems werden oft auch Hautzellen angegriffen.
Verdauungsprobleme (Durchfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit)
Die Immunreaktionen im Darm können Entzündungen verursachen (sogenannte immunvermittelte Kolitis).
Gelenk- und Muskelschmerzen
Autoimmunentzündungen können auch Gelenke und Muskeln betreffen, was Beschwerden ähnlich wie Gelenkschmerzen verursacht.
Schlafstörungen und Angst
Neben der physischen Belastung nimmt auch der psychische Stress zu; viele Patienten finden es schwer, zur Ruhe zu kommen oder einzuschlafen.
Leber-, Lungen- und Schilddrüsenentzündungen
Selten, aber ernsthafte Nebenwirkungen, wenn das Immunsystem innere Organe angreift.
Wie kann CBD Öl die Nebenwirkungen der Immuntherapie lindern?
Das CBD Öl (cannabidiolhaltiges Extrakt) ist kein Medikament, aber mehreren Studien zufolge kann es wirksam zur Verbesserung der Lebensqualität während der Immuntherapie beitragen.
Schauen wir uns genauer an, wie es bei einzelnen Symptomen helfen kann:
Müdigkeit und Schlafstörungen
CBD Öl kann den Schlaf-Wach-Rhythmus ausgleichen, besonders wenn neben Müdigkeit auch Schlafprobleme bestehen.
Mehrere Studien zeigen, dass CBD nächtliche Angst reduziert und den Tiefschlaf fördert, sodass Patienten erholter erwachen.
Wichtig: CBD ist kein Schlafmittel, sondern unterstützt den natürlichen Rhythmus des Körpers.
Quelle → (PubMed)Shannon S. et al., Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, The Permanente Journal, 2019.
Angst und Stress
Die Immuntherapie ist ein langer und mental belastender Prozess.
Das CBD Öl wirkt auf die Serotonin-Rezeptoren (5-HT1A) im Gehirn, was Angstsymptome mildert und emotionale Stabilität fördert.
Klinische Studien zeigten Nutzen bei sozialer Angst und posttraumatischem Stress – Effekte, die auch bei Krebspatienten relevant sind.
Quelle → (PMC) Blessing E.M. et al., Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders, Neurotherapeutics, 2015.
Schmerzen und Entzündungen
Eine der bekanntesten Wirkungen von CBD ist die Schmerzreduktion.
Durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften kann es Gelenk- oder Muskelschmerzen, die durch die Immuntherapie entstehen, lindern.
Die Aktivierung des Endocannabinoid-Systems kann bei der Schmerzregulation unterstützen.
Quelle → (PMC) Abrams D.I. et al., Cannabis and cannabinoids in cancer pain management, Current Oncology, 2020.
Hautprobleme
Dank seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften kann CBD die Haut beruhigen, Juckreiz, Rötungen und Trockenheit verringern.
Lokal angewendete CBD-Cremes können die medizinische Behandlung bei leichteren Hautproblemen ergänzen.
Quelle → (PMC) Oláh A. et al., Cannabidiol exerts sebostatic and anti-inflammatory effects on human sebocytes, Dermatology and Therapy (Heidelb), 2014.
Verdauungsbeschwerden, Übelkeit
Ähnlich wie bei der Chemotherapie kann auch die Immuntherapie Appetitlosigkeit oder Übelkeit verursachen.
Klinische Studien zeigen, dass die Kombination aus CBD und THC (z. B. in Form von Vollspektrum CBD Öl) Übelkeit lindern und den Appetit verbessern kann.
CBD wirkt dabei auf das Brechzentrum im Gehirn und die Serotonin-Rezeptoren, was die Übelkeit reduziert.
Quelle → (PMC) Parker L.A. et al., Cannabidiol, a non-psychotropic component of cannabis, counteracts vomiting and nausea, British Journal of Pharmacology, 2011.
Unterstützung des Immungleichgewichts
CBD hat eine immunmodulierende Wirkung – das heißt, es kann helfen, das Gleichgewicht bei übermäßiger Immunantwort wiederherzustellen.
Das ist besonders bei immunvermittelten Entzündungen während der Immuntherapie wichtig (z. B. Kolitis oder Hautentzündungen).
Praktische Tipps, wenn Sie Immuntherapie erhalten und CBD Öl nutzen möchten
-
Sprechen Sie mit Ihrem Onkologen!
Verheimlichen Sie nicht, wenn Sie CBD Öl verwenden oder planen, es zu benutzen. So kann der Arzt mögliche Wechselwirkungen besser einschätzen. -
Wählen Sie Produkte aus einer verlässlichen Quelle.
Kaufen Sie nur Öl mit Laborzertifizierung und genau angegebenem CBD-Gehalt. Unsichere Produkte sind nicht nur wirkungslos, sondern können auch riskant sein. -
Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis.
Die Wirkung von CBD ist individuell und wird auch vom Zustand des Immunsystems beeinflusst. Beginnen Sie stets mit einer kleinen Dosis und beobachten Sie Ihre Reaktionen. Eine umfassende Dosierungsanleitung finden Sie hier → https://www.cannadolcbd.eu/hu/cbd-adagolasi-utmutato -
Betrachten Sie CBD nicht als Medikamentersatz!
Nutzen Sie es ergänzend und nur in Absprache mit dem Arzt! -
Halten Sie regelmäßige Kontrolltermine ein.
Wenn Sie Immuntherapie erhalten, verfolgen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt die Behandlungserfolge und mögliche Nebenwirkungen.
Zusammenfassung
Die Beziehung zwischen Cannabis und Immuntherapie war lange Zeit fraglich, doch neue Studien zeigen, dass die Kombination nicht unbedingt gefährlich sein muss.
Obwohl weitere Untersuchungen nötig sind, sieht es derzeit so aus, dass CBD Öl auch während einer Immuntherapie sicher angewendet werden kann, sofern es unter ärztlicher Aufsicht mit Bedacht eingesetzt wird.
CBD Öl ist kein Wundermittel und ersetzt keine onkologische Therapie, kann aber eine wertvolle Ergänzung zur Linderung der Nebenwirkungen der Behandlung und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens sein.
SCHAUEN SIE SICH UNSERE BESTEN CBD ÖLE AN!