Das Cannabisöl kann beim Entwöhnen von Frontin, Rivotril und Xanax helfen.

Das Cannabisöl kann beim Entwöhnen von Frontin, Rivotril und Xanax helfen.

Eine der Plagen unserer Zeit ist die Abhängigkeit von Medikamenten wie Frontin, Rivotril oder Xanax. Diese gehören alle zur Gruppe der Benzodiazepine, die Ärzte am häufigsten gegen Angstzustände und daraus resultierende Zustände wie Panikstörungen oder schwere Schlafprobleme verschreiben.

Warum haben wir Angst?

Heutzutage erleben fast alle Menschen gelegentlich Angstsymptome, doch immer mehr Menschen leiden unter chronischer Angst, die zur täglichen Belastung wird. Die Zahl der Menschen mit Angststörungen ist weltweit deutlich gestiegen – verursacht durch verschiedene gesellschaftliche, technologische und persönliche Faktoren.

Was löst Angst aus?

Die Ursachen für Angst sind komplex und meist eine Kombination mehrerer Faktoren. Das schnelle Lebenstempo, die ständige Online-Präsenz sowie der Druck durch Arbeit und gesellschaftliche Erwartungen sind häufige Auslöser. Soziale Medien bieten zwar Kontaktmöglichkeiten, sind für viele jedoch eine Stressquelle geworden. Der ständige Vergleich und die Erreichbarkeit verschärfen außerdem Mangel an Selbstvertrauen und Leistungsangst.

Darüber hinaus haben die Pandemie, wirtschaftliche Unsicherheit und Umweltprobleme durch die globale Erwärmung erheblich dazu beigetragen, dass viele Menschen ihr Sicherheitsgefühl verloren haben.
Die körperlichen und seelischen Auswirkungen von Angst können schwerwiegend sein. Ständiger Stress beeinträchtigt den Schlaf, was langfristig zu Erschöpfung und Konzentrationsproblemen führt. Viele berichten von körperlichen Symptomen wie Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Verdauungsbeschwerden. Angst beeinflusst auch Selbstvertrauen, soziale Beziehungen und Arbeitsfähigkeit, da Furcht und Sorge lähmend wirken können.

Zur Behandlung von Angstzuständen schreiben viele Ärzte häufig und manchmal zu schnell benzodiazepinhaltige Medikamente wie Frontin vor. Diese Präparate lindern die Symptome schnell und effektiv, lösen jedoch nicht die Ursachen und verschlimmern die Probleme oft sogar.


Was sind Benzodiazepine, wie wirken sie und wo liegt das Problem?

Benzodiazepine sind eine Medikamentengruppe, die vor allem zur Behandlung von Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Muskelverspannungen, Krampfanfällen und bestimmten psychiatrischen Erkrankungen eingesetzt wird. Sie wirken beruhigend, angstlösend, muskelentspannend und krampflösend. Die bekanntesten Benzodiazepine sind Xanax (Alprazolam), Rivotril (Klonazepam), Frontin (ebenfalls Alprazolam) und Valium (Diazepam).

Die Wirkung von Benzodiazepinen beruht auf ihrem Einfluss auf die im Gehirn befindlichen GABA (Gamma-Aminobuttersäure)-Rezeptoren.

GABA-Rezeptoren sind kleine „Schalter“ in unserem Gehirn, die helfen, Nervenzellen zu beruhigen, wenn diese überaktiv sind. Werden sie aktiviert, verlangsamen sie die übermäßige Gehirnaktivität, was für Entspannung, einen ruhigen Schlaf und die Verringerung von Angst wichtig ist. Deshalb sind GABA-Rezeptoren ein zentraler Zielpunkt in der medikamentösen Behandlung von Angst.

Frontin, Rivotril, Xanax und andere Benzodiazepine verstärken die GABA-Signalübertragung, was beruhigend wirkt. Sie reduzieren Ängste schnell und effektiv und fördern den Schlaf. Ihre Anwendung kann jedoch bereits nach zwei Wochen zur Entwicklung von Toleranz führen, das heißt, es wird zunehmend mehr Dosis benötigt, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Nach zwei Wochen kann zudem das Verlangen nach dem Medikament oder seinem Nachlassen entstehen, verstärkt durch das durch den Entzug ausgelöste starke Unwohlsein und die verstärkte Angst, was zum erneuten Einnahmewunsch führt. So entsteht eine Abwärtsspirale, aus der es schwer ist auszubrechen.

Kognitive Probleme und Gedächtnisstörungen

Langfristige Anwendung von Benzodiazepinen kann kognitive Beeinträchtigungen verursachen, die Gedächtnis, Konzentration und Lernfähigkeit negativ beeinflussen. Diese Auswirkungen sind besonders bei älteren Erwachsenen problematisch und können laut einigen Studien das Risiko für Demenz erhöhen.

Schläfrigkeit und Unfallrisiko

Die beruhigende Wirkung von Benzodiazepinen kann Schläfrigkeit und Schwindel verursachen, besonders direkt nach der Einnahme. Dies erhöht das Risiko für Verkehrsunfälle und Stürze, vor allem bei älteren Menschen.

Paradoxe Wirkungen

Bei einigen Menschen können Benzodiazepine paradoxe Effekte hervorrufen, wie Reizbarkeit, Aggressivität, verstärkte Angst oder Schlafstörungen. Diese treten besonders häufig bei Kindern und älteren Erwachsenen auf.


Entzugserscheinungen bei Benzodiazepinen

Ein plötzlicher Abbruch der Benzodiazepin-Einnahme kann schwere Entzugserscheinungen hervorrufen, die oft unangenehm und mitunter lebensgefährlich sind. Die Intensität der Symptome hängt von der Dosierung, der Dauer der Einnahme und der individuellen Empfindlichkeit ab. Die häufigsten Entzugserscheinungen sind:

Angst und Reizbarkeit

Angst ist meist eines der ersten Symptome, das nach dem Absetzen auftritt und kann sogar stärker sein als vor Beginn der Behandlung. Reizbarkeit ist ebenfalls ein häufiges Symptom während des Entzugs.

Schlafstörungen

Schlaflosigkeit, häufiges Erwachen, unruhiger Schlaf und lebhafte Träume sind ebenfalls typisch für den Entzug. Schlafprobleme können Wochen oder sogar Monate andauern.

Körperliche Symptome

Zittern und Muskelkrämpfe: Muskelzuckungen, Krämpfe und Muskelverspannungen sind ebenfalls häufig.

Kopfschmerzen und Schwitzen: Während des Entzugs treten oft Kopfschmerzen, verstärktes Schwitzen sowie manchmal Schüttelfrost auf.

Magen-Darm-Probleme: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit können ebenfalls vorkommen.