CBD öl bei Magen-Darm-Erkrankungen

CBD öl bei Magen-Darm-Erkrankungen

Der häufige Grund für die Anwendung von CBD Öl ist die Linderung von Magen- und Darmbeschwerden.

CBD Öl wird immer häufiger als natürliche Ergänzung bei verschiedenen Verdauungsproblemen in Betracht gezogen, wie beispielsweise bei Refluxkrankheit, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Reizdarmsyndrom (IBS). Diese Zustände betreffen Magen und Darm und gehen oft mit Schmerzen, Entzündungen, Blähungen oder Verdauungsstörungen einher.

Wie entfaltet CBD Öl seine Wirkung?

Das Verdauungssystem hat zwei wesentliche Aufgaben: Einerseits die Zersetzung und Aufnahme der aufgenommenen Nahrung, andererseits den Schutz des Körpers vor schädlichen Einflüssen von außen – etwa Bakterien und Viren. Dabei spielt das sogenannte Endocannabinoid-System eine wichtige Rolle, das hilft, die Darmbewegungen, entzündliche Prozesse und Schmerzempfindungen zu regulieren. Außerdem trägt es zum Schutz der Darmschleimhaut bei, was entscheidend für eine gesunde Darmfunktion ist.

 

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Das im Darm befindliche Nervengeflecht wird Enterisches Nervensystem genannt und wird häufig auch als „zweites Gehirn“ bezeichnet. Dieses Nervensystem kann eigenständig funktionieren und hat erheblichen Einfluss auf die Verdauung. Im enterischen Nervensystem befinden sich zwei wichtige Rezeptoren des Cannabinoid-Systems, die CB1 und CB2 Rezeptoren, an die sich die Wirkstoffe des CBD Öls binden können und deren Funktion sie beeinflussen.

Studien zufolge kann bei verschiedenen Darmkrankheiten die Anzahl dieser Rezeptoren ansteigen, was darauf hindeutet, dass das körpereigene Endocannabinoid-System versucht, ein gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen.

Etwa 80 Prozent unseres Immunsystems befinden sich im Darm.

Das Endocannabinoid-System, einschließlich der CB2-Rezeptoren, ist auch in diesen Immunzellen vorhanden und bereit, Entzündungen zu reduzieren, wenn nötig. Funktioniert das Endocannabinoid-System jedoch nicht richtig, kann es sein, dass es keine angemessene Reaktion auf diese Faktoren auslösen kann, was zu chronischen Darmbeschwerden führen kann.

Interessanterweise leiden Menschen, bei denen eine Mutation in einem Gen vorliegt, das einen Bestandteil des Endocannabinoid-Systems kodiert, häufiger am Reizdarmsyndrom und chronischen Bauchschmerzen – ein Hinweis darauf, dass eine Endocannabinoid-Dysfunktion eines der auslösenden Ursachen von Darmstörungen sein kann.

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Reflux-CBD Öl

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist sehr verbreitet und betrifft etwa 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Sie entsteht, wenn der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fließt und Sodbrennen, Brustschmerzen, Schluckbeschwerden und/oder ein Kloßgefühl im Hals verursacht. Reflux wird oft medikamentös behandelt, wobei einige Berichte darauf hinweisen, dass diese Medikamente das Risiko für Demenz und Krebserkrankungen erhöhen können. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind spezielle Diäten, aufrechte Körperhaltung nach den Mahlzeiten, Gewichtsabnahme und das Aufgeben des Rauchens.

Tierversuche haben gezeigt, dass die Stimulation des CB1-Rezeptors mit CBD Öl die Säureproduktion hemmt und die Schädigung sowie Entzündung der Magenschleimhaut verringert. Präklinische Studien haben außerdem nachgewiesen, dass die Aktivierung des CB1-Rezeptors durch Kannabinoide (eine Sammelbezeichnung für Wirkstoffe aus der Cannabispflanze) das Erschlaffen des unteren Schließmuskels der Speiseröhre (das „Tor“ zwischen Speiseröhre und Magen, das den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verhindert) verhindert und somit den Reflux reduziert.

Teilnehmer an Studien mit positiver Rückmeldung berichteten von weniger Sodbrennen und weniger Unwohlsein, wenn Symptome auftraten, nachdem sie Cannabisöl verwendeten. In den meisten positiven Berichten enthielt das verwendete Präparat eine geringe Menge THC. Den Erfahrungsberichten zufolge scheint CBD Öl mit THC am effektivsten gegen Reflux zu sein. Eine weitere wichtige Erkenntnis der Forschung ist, dass zwei Cannabis-Terpene, Limonen und Terpinolen, ebenfalls bei Refluxsymptomen hilfreich sein können. (Terpene sind wertvolle ätherische Öle, die sowohl in echten Vollspektrum- als auch in echten Vollspektrum-CBD Ölen enthalten sind.)

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Entzündliche Darmerkrankung-CBD Öl

Die entzündliche Darmerkrankung (IBD) ist ein Oberbegriff für chronische Entzündungen des Darms. Die zwei Hauptformen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die genaue Ursache der entzündlichen Darmerkrankung ist noch unbekannt, doch neueste wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine „genetische Veranlagung und eine unkontrollierte Aktivierung der Immunzellen im Darm“ für die Veränderungen im Darm verantwortlich sein könnten. Dabei ist zu beachten, dass die Funktion der Immunzellen durch das Endocannabinoid-System reguliert wird, was darauf schließen lässt, dass eine Endocannabinoid-Dysfunktion die Ursache für entzündliche Darmerkrankungen sein könnte und somit ein Therapieansatz darstellt.

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Morbus Crohn kann in jedem Abschnitt des Darms auftreten, betrifft jedoch am häufigsten den Dünndarm und verursacht Entzündungen, Geschwüre, Schmerzen, Blutungen, Durchfall und Gewichtsverlust. Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündung des Dickdarms und löst Symptome ähnlich wie Morbus Crohn aus. Beide Zustände gehen mit einem erhöhten Risiko für Darm- und Enddarmkrebs einher.

Die Aktivierung der CB1- und CB2-Rezeptoren senkt bei tierexperimentellen Modellen der Colitis die Entzündungen. Eine Auswertung von 51 wissenschaftlichen Studien zur Behandlung der Colitis mit Cannabis – von denen nur zwei an Menschen durchgeführt wurden – ergab, dass 24 verschiedene Verbindungen, darunter THC, CBD und CBG, wirksam bei der Entzündungsreduktion sind.

Zahlreiche Studien zeigen, dass 10–12 Prozent der Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen Cannabis zur Behandlung ihrer Symptome verwenden. Die Anzahl der Studien am Menschen ist begrenzt, aber die Ergebnisse sind vielversprechend:


- Eine Studie aus 2012, in der 11 Patienten mit langjährigem Morbus Crohn und 2 mit Colitis ulcerosa untersucht wurden, stellte fest, dass sich nach 3 Monaten Behandlung die Patienten bezüglich ihres allgemeinen Gesundheitszustands, ihrer sozialen Funktion, Arbeitsfähigkeit, körperlichen Schmerzen und Depression deutlich verbessert hatten. Eine statistisch signifikante Gewichtszunahme und ein Anstieg des Body-Mass-Index wurden beobachtet.


- Eine Umfrage aus 2011 mit 30 israelischen Morbus-Crohn-Patienten zeigte, dass sich der Zustand von 21 Patienten durch den Einsatz von Cannabis deutlich verbesserte, wodurch weniger andere Medikamente benötigt und operative Eingriffe seltener waren.


- Eine Umfrage aus 2013 mit 292 Patientinnen und Patienten mit Reizdarmsyndrom ergab, dass fast die Hälfte der Teilnehmer angab, früher oder aktuell CBD Öl zu verwenden. 32 Prozent berichteten von medizinischem Cannabiskonsum zur Behandlung von Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Durchfall. Bei diesen Symptomen nahmen die Nutzer während der Studie eine signifikante Verbesserung wahr. Die meisten berichteten, dass CBD Öl die Symptome entweder vollständig linderte oder die Behandlung stark unterstützte.


- Eine Studie aus 2019, die auf der nationalen stationären Datenbank in den USA basiert, prüfte Krankenhausaufenthalte von über 6.000 Crohn-Patienten, die Cannabis nutzten, und verglich sie mit solchen, die kein Cannabis verwendeten. Es zeigte sich, dass bei Cannabis-Nutzern:

• weniger krankheitsbedingte Engstellen (sekundäre Vernarbung durch chronische Darmentzündung) auftreten;
• seltener Darmverschluss vorkommt;
• weniger Fisteln und Abszesse auftreten;
• die Krankenhausaufenthalte kürzer sind;
• weniger Bluttransfusionen notwendig sind;
• weniger Kolektomie-Operationen (Entfernung des Dickdarms) notwendig sind;
• und weniger intravenöse Ernährung erforderlich ist.

„Ich habe zahlreiche Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen ausgewertet, die Erfolge mit Cannabisbehandlungen erzielten. Fast alle Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, die zu mir kamen, hatten alle konventionellen Optionen ausgeschöpft – bevor sie zur Cannabisbehandlung wechselten – reagierten aber nicht darauf oder erlitten unerträgliche Nebenwirkungen. Meine Patienten berichteten ähnlich wie in den bereits erwähnten Studien, dass ihre Symptome, einschließlich Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen, gut auf die Cannabisbehandlung ansprachen.“Dr. Bonnie Goldstein.

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Reizdarmsyndrom-CBD Öl

Als eine der häufigsten Diagnosen von Gastroenterologen betrifft das Reizdarmsyndrom (IBS) allein in den USA etwa 35 Millionen Menschen.

IBS ist durch Bauchschmerzen, Blähungen, übermäßige Gasbildung und verändertes Darmverhalten (Verstopfung, Durchfall oder gemischter Typ) charakterisiert. Die genaue Ursache des Reizdarmsyndroms ist noch nicht geklärt, man vermutet aber eine Defizienz des Endocannabinoid-Systems. In der Regel zeigen sich weder im Bluttest noch bei einer Endoskopie Auffälligkeiten, weswegen die Diagnose IBS ausschließlich auf Basis der Anamnese und Symptome gestellt wird, nachdem andere Ursachen ausgeschlossen wurden.

Viele IBS-Betroffene leiden oft zusätzlich an anderen Erkrankungen wie Fibromyalgie, Migräne-Kopfschmerzen, craniomandibulärer Dysfunktion, chronischer Erschöpfung, Speiseröhren-Reflux, Angst-/Depressionsstörungen oder chronischen Beckenschmerzen. Chronischer Stress wird mit dem Entstehen und/oder der Verschlimmerung des Reizdarmsyndroms in Verbindung gebracht und sollte ebenfalls im Fokus der Behandlung stehen.

Viele Patienten mit Reizdarmsyndrom, die CBD Öl verwenden, berichten von Vorteilen; die meisten geben einfach an, dass es „hilft, den Darm zu beruhigen.“ Einige Patienten berichten von deutlicher Wirkung bei der abendlichen Anwendung von niedrig dosiertem Vollspektrum CBD Öl oder bei Bedarf, wenn der Darm entzündet ist. Andere berichten, täglich CBD-Präparate zur Kontrolle ihrer Symptome zu verwenden.

Viele Patienten erreichen bereits bei niedrigen Dosen positive Ergebnisse bei der Symptomlinderung. Eine passende Ernährung, regelmäßige Bewegung und Stressmanagement können das Endocannabinoid-System unterstützen, und Patienten mit Reizdarmsyndrom können durch die Kombination dieser ergänzenden Maßnahmen mit einer CBD Öl-Therapie erhebliche Verbesserungen erzielen.

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Welches CBD Öl sollte ich verwenden?

CBD Öle gibt es in zwei Hauptarten: Vollspektrum und Breitspektrum. Bei Qualitätsprodukten enthalten beide Varianten neben CBD auch weitere Cannabinoide (CBDA, CBG, CBN…) und Terpene. Ein wichtiger Unterschied besteht jedoch darin, dass nur im Vollspektrum-CBD Öl THC enthalten ist.

Basierend auf bisherigen Forschungsergebnissen empfiehlt es sich, ein Präparat zu verwenden, das neben CBD auch Terpene und weitere Cannabinoide enthält, möglichst THC und CBDA, da die Kombination dieser Cannabinoide bei der Behandlung verschiedenster Magen- und Darmbeschwerden wirksamer ist. (Zu den Terpenen, die den Darm besonders unterstützen, zählen Terpinolen, Beta-Caryophyllen, Limonen und Pinen.)

Wie lange dauert es, bis Du die Wirkung des CBD Öls spürst?

Es ist wichtig, dass Patienten mit Darmerkrankungen verstehen, dass chronische Entzündungen eine längere Zeit benötigen, bis sie auf eine Behandlung mit CBD Öl ansprechen. Es kann 8 bis 12 Wochen dauern, bis sie eine signifikante Verbesserung feststellen, obwohl viele bereits in den ersten Wochen eine Abnahme der Symptome berichten. Sei geduldig und experimentiere mit der Dosierung!

Wie viel CBD sollte ich einnehmen?

Die benötigte Menge kann von Person zu Person und je nach Zustand unterschiedlich sein. In jedem Fall wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und die Tagesmenge langsam zu erhöhen. Für eine ausführliche Dosieranleitung klicke hier.


Quellen:
Cannabis Is Medicine: How Medical Cannabis and CBD Are Healing Everything from Anxiety to Chronic Pain von Dr. Bonni Goldstein. © Copyright 2020. Erhältlich bei Little, Brown Spark, einem Imprint von Hachette Book Group, Inc.


Es ist wichtig zu erwähnen, dass CBD Öl kein Wundermittel ist! Die Grundlagen für den Erhalt unserer Gesundheit sind regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein stressfreies Leben. Keines davon wird durch CBD ersetzt! Konsultiere vor der Anwendung eines CBD-haltigen Produkts immer deinen behandelnden Arzt!

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