CBD öl und Wechselwirkungen mit Medikamenten

CBD öl und Wechselwirkungen mit Medikamenten

Vor dem Kauf von CBD Öl ist es gut, sich über mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten im Klaren zu sein!

CBD Öle aus Cannabis werden immer häufiger verwendet, da sie bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen helfen können – und das meist ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Viele Menschen, die darüber nachdenken, Cannabisöl zu kaufen, nehmen auch Medikamente ein, weshalb es wichtig ist zu wissen, wie CBD mit anderen Arzneimitteln interagiert. CBD kann Wechselwirkungen eingehen, zum Beispiel mit Medikamenten gegen Epilepsie, Antidepressiva, Blutverdünnern, Schmerzmitteln und anderen häufig verwendeten Arzneistoffen.

Das amerikanische Institut für medizinische Wissenschaften und Biotechnologie hat eine umfassende Liste jener Medikamente erstellt, mit denen CBD Wechselwirkungen eingehen kann. Diese Liste sowie der vom Institut veröffentlichte Artikel bilden die Grundlage dieses Blogbeitrags.

Warum beeinflusst CBD die Medikamenteneinnahme?

Der Grund für die Wechselwirkungen zwischen CBD und bestimmten Medikamenten liegt in den sogenannten CYP450-Enzymen in der Leber, die für den Abbau sowohl von CBD als auch von Medikamenten verantwortlich sind. Etwa 60 % der auf dem Markt befindlichen Medikamente werden von diesen Leberenzymen abgebaut, weshalb die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ein vom Arzt verschriebenes Medikament die Wirkung von CBD beeinflusst – oder umgekehrt.

Aber wie funktioniert das im Detail?

Stellen wir uns vor, unsere Leber ist eine „Medikamentenverarbeitungsfabrik“, in der Enzyme die Arbeiter sind, die verschiedene Stoffe abbauen, damit der Körper sie nutzen kann.

Wenn jemand CBD einnimmt, sind diese Enzyme damit beschäftigt, das CBD abzubauen, sodass sie weniger Kapazität für andere Medikamente haben. Das bedeutet, dass die Medikamente langsamer abgebaut werden, länger im Körper verbleiben und eventuell stärker wirken können! Das ist nicht bei allen Medikamenten ein Problem, aber bei einigen, wie Blutverdünnern, Epilepsiemitteln oder bestimmten Angstlösern, kann das ernsthafte Folgen haben.

Doch CBD macht Arzneimittel nicht immer „stärker“. Es kann auch sein, dass der Wirkstoff eines Medikaments die Enzyme blockiert, sodass die Wirkung von CBD abgeschwächt wird.

CBD-Wirkungen auf psychoaktive Medikamente

Psychoaktive Medikamente beeinflussen die Funktion des Gehirns und wirken sich dadurch auf Stimmung, Wahrnehmung, Denken oder Verhalten aus. Sie werden zur Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen eingesetzt. Psychoaktive Substanzen lassen sich in mehrere Kategorien einteilen, je nachdem, wie sie das Nervensystem beeinflussen.

Die Wechselwirkungen von CBD mit Antiepileptika und Antidepressiva sind ein besonders interessanter Bereich, weil hier eine gemeinsame Anwendung möglich sein kann.


Die häufigsten Gruppen psychoaktiver Medikamente


1. Antidepressiva

Diese Medikamente werden hauptsächlich zur Behandlung von Depressionen verschrieben, aber auch bei Angststörungen, posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) und anderen psychischen Zuständen eingesetzt.

  • Beispiele: SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, z. B. Fluoxetin, Sertralin), SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer, z. B. Venlafaxin), trizyklische Antidepressiva.

2. Angstlöser und Beruhigungsmittel

Diese Medikamente dienen zur Behandlung von Angstzuständen und zur Entspannung bei Stress, können aber auch als Schlafmittel eingesetzt werden.

  • Beispiele: Benzodiazepine (Diazepam, Alprazolam), Barbiturate, Buspiron.

3. Antipsychotika

Diese werden vor allem bei Schizophrenie und bipolaren Störungen eingesetzt. Sie verringern psychotische Symptome, Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

  • Beispiele: Haloperidol, Risperidon, Quetiapin, Olanzapin.

4. Stimulanzien

Diese Gruppe umfasst Wirkstoffe, die das Nervensystem anregen und häufig zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden.

  • Beispiele: Amphetamine (Adderall), Methylphenidat (Ritalin).

5. Opioide

Diese Substanzen werden vor allem zur Schmerzbehandlung eingesetzt, können aber auch psychoaktive Effekte haben.

  • Beispiele: Morphin, Oxycodon, Fentanyl.

6. Stimmungsstabilisatoren

Diese werden meist bei bipolaren Störungen eingesetzt, um manische und depressive Phasen auszugleichen.

  • Beispiele: Lithium, Valproat, Lamotrigin.

 

Wechselwirkungen von CBD mit psychoaktiven Wirkstoffen:
Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8298645/

Wirkstoff
Anwendungsgebiet Art der Wechselwirkung
Klinische Empfehlungen bei gleichzeitiger Einnahme mit CBD
Carbamazepin Epilepsie Verringert den Cannabidiolspiegel oder seine Wirkung, indem es den CYP3A4-Stoffwechsel in Leber/Darm beeinflusst Eine Erhöhung der Cannabidiol-Dosis (basierend auf Toleranz) sollte bei gleichzeitiger Anwendung in Betracht gezogen werden!
Lamotrigin Epilepsie CBD erhöht den Lamotriginspiegel oder seine Wirkung durch Hemmung der UGT2B7-Aktivität. Eine Dosisreduktion von CBD sollte bei gleichzeitiger Einnahme von UGT2B7-Substraten wie Morphin, Losartan, Diclofenac, Tamoxifen und Ibuprofen in Betracht gezogen werden! * Oder mit ärztlicher Erlaubnis die Dosis des Medikaments reduzieren.
Oxcarbazepin Epilepsie, bipolare Störung Verringert den CBD-Spiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP3A4-Metabolismus in Leber/Darm. Eine Dosissteigerung von CBD (basierend auf klinischer Antwort und Verträglichkeit) sollte erwogen werden!
Phenobarbital Epilepsie Verringert den CBD-Spiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP3A4- oder CYP2C19-Metabolismus in Leber/Darm.
CBD verstärkt leicht die krampflösende Wirkung von Phenobarbital.
Eine Erhöhung der CBD-Dosis sollte unter Berücksichtigung der klinischen Reaktion und Verträglichkeit erwogen werden! Die Dosis empfindlicher CYP2C19-Substrate sollte möglichst reduziert werden, wenn sie gleichzeitig mit CBD eingenommen werden.
Phenytoin Epilepsie, Gesichtsnervneuralgie
Verringert den CBD-Spiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP3A4/CYP2C19-Metabolismus in Leber/Darm.
CBD kann die krampflösende Wirkung von Phenytoin verstärken.
Eine Erhöhung der CBD-Dosis sollte basierend auf klinischer Antwort und Verträglichkeit in Betracht gezogen werden! Ebenso sollte die Dosis empfindlicher CYP2C19-Substrate reduziert werden, wenn sie gleichzeitig mit CBD verwendet werden.
Chlordiazepoxid
Klonazepam
Ethosuximid
Benzodiazepin CBD verringert die krampflösende Wirkung dieser Medikamente
Eine Dosisreduktion von CBD oder – mit ärztlicher Zustimmung – eine Reduktion der Medikamentendosis sollte in Betracht gezogen werden.

Klobazam oder Diazepam
Benzodiazepin CBD erhöht den Klobazam- oder Diazepamspiegel oder deren Wirkung durch Beeinflussung des Leberenzym CYP2C19. CBD erhöht die Plasmakonzentration von Klobazam. Eine Reduktion der CBD-Dosis oder – mit ärztlicher Zustimmung – der Medikamentendosis sollte erwogen werden.
Lorazepam Benzodiazepin CBD erhöht den Lorazepamspiegel oder seine Wirkung, indem es den Stoffwechsel verringert und möglicherweise die UGT2B7-Aktivität hemmt. Eine Dosisreduktion von CBD oder – mit ärztlicher Zustimmung – der Medikamentendosis sollte in Betracht gezogen werden.
Morphin Opioid CBD erhöht den Morphinspiegel oder seine Wirkung. Eine Reduktion der CBD-Dosis oder – mit ärztlicher Zustimmung – der Medikamentendosis sollte erwogen werden.
Desipramin Antidepressivum Desipramin erhöht den CBD-Spiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP3A4-Stoffwechsels in Leber/Darm. Eine Dosisreduktion von CBD oder – mit ärztlicher Erlaubnis – des Medikaments sollte geprüft werden.
Imipramin Antidepressivum CBD erhöht den Imipraminspiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP2C19-Stoffwechsels in der Leber. Eine Reduktion der CBD-Dosis oder – mit ärztlicher Zustimmung – der Medikamentendosis sollte in Betracht gezogen werden.
Trimipramin Antidepressivum CBD erhöht den Trimipraminspiegel oder seine Wirkung durch Beeinflussung des CYP2C19-Stoffwechsels in der Leber. Eine Dosisreduktion von CBD oder – mit ärztlicher Zustimmung – des Medikaments sollte geprüft werden.

 

CBD-Wirkung auf andere Medikamente


Blutverdünner und CBD

Wenn jemand Blutverdünner einnimmt, ist es wichtig zu wissen, dass CBD die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen kann. Es kann den Abbau von Blutverdünnern verlangsamen, was bedeutet, dass sie länger aktiv im Körper bleiben – und dadurch das Blutungsrisiko erhöhen.

Mit welchen Blutverdünnern sollte CBD nicht kombiniert werden?

  1. Kumarin-basierte Blutverdünner: Dazu gehört Warfarin (z. B. Marevan). Der Abbau von Warfarin hängt stark von CYP450-Enzymen ab, die durch CBD gestört werden können. Wenn Warfarin langsamer abgebaut wird, kann die blutverdünnende Wirkung zu stark werden, was ein ernsthaftes Blutungsrisiko bedeutet. Daher wird die gleichzeitige Einnahme von CBD und Warfarin nur unter strenger ärztlicher Überwachung empfohlen.

  2. Dabigatran (Pradaxa): Obwohl Dabigatran nicht über das CYP450-System abgebaut wird, kann CBD dennoch wirken und dadurch kombiniert ein höheres Blutungsrisiko entstehen.


Mit welchen Blutverdünnern ist die Einnahme von CBD möglich?

Bei neueren Blutverdünnern gibt es solche, die weniger stark vom CYP450-Enzymsystem abhängig sind, sodass die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass CBD ihre Wirkung beeinflusst. Diese Medikamente werden manchmal als DOACs (direct oral anticoagulants) bezeichnet.

1. Rivaroxaban (Xarelto): Obwohl Rivaroxaban teilweise durch CYP450 abgebaut wird, ist die Beeinflussung durch CBD geringer, sodass unter kontrollierter und ärztlich überwachter Anwendung eine Kombination möglich ist.

2. Apixaban (Eliquis): Dieses Blutverdünnungsmittel zeigt ebenfalls weniger Wechselwirkungen mit CBD, allerdings ist eine ärztliche Beratung bei gleichzeitiger Einnahme unbedingt erforderlich.

3. Heparin-Derivate:

Heparin-Derivate (z. B. Heparin und nieder-molekulare Heparine wie Dalteparin oder Enoxaparin) wirken anders als kumarinbasierte Blutverdünner wie Warfarin. Heparine hemmen direkt die Gerinnungsfaktoren und werden nicht über das CYP450-Enzymsystem in der Leber metabolisiert. Daher zeigt CBD mit diesen Medikamenten geringere Wechselwirkungen.

Kann CBD mit Heparin-Derivaten verwendet werden?

Da Heparine nicht über das CYP450-System abgebaut werden, ist es weniger wahrscheinlich, dass CBD ihre Wirkung beeinflusst. Theoretisch ist die Kombination von CBD mit Heparinen daher als etwa mit Warfarin.

Was sollte dennoch beachtet werden?

Obwohl die Wechselwirkungen zwischen Heparinen und CBD unwahrscheinlicher sind, kann CBD dennoch blutverdünnende Effekte haben, die das Blutungsrisiko erhöhen könnten. Deshalb sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Heparin oder niedermolekularem Heparin und CBD unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.

 

Schmerzmittel und CBD

CBD wird immer beliebter bei Personen, die nach alternativen, nebenwirkungsärmeren Schmerzlösungen suchen. Häufig wird CBD in der Anfangsphase der Einnahme parallel zu herkömmlichen Schmerzmitteln verwendet, daher liegt die berechtigte Frage nahe: Kann CBD mit Schmerzmitteln kombiniert werden und welche Wirkungen sind zu erwarten?

Wie wirkt CBD schmerzlindernd?

CBD beeinflusst auf natürliche Weise unser körpereigenes Endocannabinoidsystem, das unter anderem an der Regulation von Schmerzempfinden und Entzündungen beteiligt ist. CBD betäubt Schmerzen nicht direkt, wie herkömmliche Schmerzmittel, kann aber helfen, das Schmerzempfinden und die Entzündung zu reduzieren.

Mit welchen Schmerzmitteln kann CBD kombiniert werden?

1. Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs):

Dazu zählen Medikamente wie Ibuprofen, Aspirin und Naproxen, die häufig bei leichten Schmerzen wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen verwendet werden. CBD lässt sich in der Regel sicher mit diesen Schmerzmitteln kombinieren, da es keine signifikanten Wechselwirkungen beim Abbau gibt. Da jedoch sowohl CBD als auch NSAIDs eine leichte blutverdünnende Wirkung aufweisen können, ist das erhöhte Blutungsrisiko zu beachten.

2. Paracetamol (Acetaminophen):

Paracetamol ist eines der am häufigsten genutzten Schmerzmittel zur Linderung leichter Schmerzen und Fiebersenkung. Es sind keine schweren Wechselwirkungen zwischen Paracetamol und CBD bekannt, weshalb die Kombination im Allgemeinen sicher ist. Dennoch ist auf eine korrekte Dosierung zu achten, da eine Überdosierung von Paracetamol leberschädigend sein kann, und da CBD ebenfalls in der Leber abgebaut wird, sollte die Kombination die Leber nicht überlasten.

3. Opioide:

Opioide wie Morphin, Oxycodon und Fentanyl sind stärkere Schmerzmittel, die bei starken Schmerzen, zum Beispiel nach Operationen oder bei chronischen Schmerzen, eingesetzt werden. Obwohl CBD mit diesen Mitteln kombiniert werden kann, haben beide eine beruhigende Wirkung und können sich gegenseitig verstärken, was zu erhöhter Schläfrigkeit und Ermüdung führt. Eine Kombination ohne ärztliche Aufsicht wird nicht empfohlen, da eine Überdosierung drohen kann!

Mit welchen Schmerzmitteln sollte CBD nicht kombiniert werden?

1. Stark lebertoxische Schmerzmittel:

Medikamente, die die Leber stark belasten (z. B. hoch dosiertes Paracetamol oder bestimmte Opioide), sollten nicht zusammen mit CBD eingenommen werden, da sowohl CBD als auch diese Medikamente in der Leber abgebaut werden und so die Leberbelastung und das Risiko einer Leberschädigung deutlich steigen können.

Worauf solltest du achten, wenn du Schmerzmittel und CBD nimmst?

  • Dosierung: Achte auf die richtige Dosierung von Medikamenten und CBD, da CBD die Wirkung der Medikamente verändern kann.
  • Ärztliche Beratung: Wenn du regelmäßig Schmerzmittel einnimmst und CBD verwenden möchtest, solltest du immer zuerst einen Arzt konsultieren, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden.
  • Beobachtung von Nebenwirkungen: Achte auf ungewöhnliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Schläfrigkeit, starke Müdigkeit oder Magenbeschwerden.

Zusammenfassung:

  • CBD kann mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol und unter ärztlicher Aufsicht sogar mit Opioiden kombiniert werden.
  • Es wird nicht empfohlen, CBD mit stark lebertoxischen Schmerzmitteln zu kombinieren.

Wenn du Schmerzmittel einnimmst, solltest du vor dem Kauf von CBD Öl unbedingt einen Arzt konsultieren, um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden.


Blutdrucksenker und CBD

CBD Öl wird immer häufiger zur Linderung von Schmerzen, Ängsten und anderen gesundheitlichen Problemen verwendet. Wenn jemand allerdings Blutdrucksenker einnimmt, ist es wichtig zu wissen, wie CBD auf diese Medikamente wirkt und unter welchen Bedingungen sie zusammen angewendet werden können.

Wie wirkt CBD auf den Blutdruck?

CBD hat eine milde blutdrucksenkende Wirkung, da es hilft, die Blutgefäße zu entspannen und Stress zu reduzieren, was zu einem niedrigeren Blutdruck führen kann. Das kann bei hohem Blutdruck nützlich sein, doch wenn bereits Blutdrucksenker eingenommen werden, kann die Kombination von CBD und diesen Medikamenten zu übermäßigem Blutdruckabfall führen, was Schwindel oder sogar Ohnmacht verursachen kann.

Mit welchen Blutdrucksenkern kann CBD Öl verwendet werden?

Verschiedene Blutdrucksenker wirken auf unterschiedliche Weise. CBD kann in den meisten Fällen zusammen mit diesen Medikamenten verwendet werden, jedoch immer vorsichtig und unter ärztlicher Aufsicht.

1. ACE-Hemmer und ARBs (Angiotensin-Rezeptorblocker)

  • Diese Medikamente helfen, die Blutgefäße zu entspannen und senken so den Blutdruck. Beispiele sind ACE-Hemmer wie Enalapril und Ramipril, sowie ARBs wie Losartan und Valsartan.
  • Die Kombination mit CBD ist grundsätzlich möglich, da CBD die blutdrucksenkende Wirkung leicht verstärken kann. Deshalb ist regelmäßige Blutdruckkontrolle wichtig.

2. Beta-Blocker

  • Zu dieser Gruppe gehören Medikamente wie Metoprolol und Bisoprolol, die die Herzfrequenz senken und den Blutdruck verringern.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme mit CBD besteht die Gefahr, dass der Blutdruck zu stark absinkt, was Schwindel oder Müdigkeit verursachen kann. Unter ärztlicher Aufsicht ist die Verwendung möglich, erfordert aber häufige Blutdruckmessungen.

3. Calciumkanalblocker

  • Diese Medikamente wie Amlodipin entspannen die Blutgefäße und senken den Blutdruck.
  • Die Kombination mit CBD kann ihre Wirkung verstärken, was zu einem zu starken Blutdruckabfall führen kann. Auch hier sind regelmäßige Messungen und ärztliche Überwachung notwendig.

4. Diuretika (Wassertabletten)

  • Medikamente wie Furosemid und Hydrochlorothiazid helfen, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper auszuleiten und so den Blutdruck zu senken.
  • Die Kombination mit CBD ist meist sicher, jedoch beeinflussen Diuretika den Elektrolythaushalt, weshalb die gemeinsamen Effekte überwacht werden sollten.

Unter welchen Bedingungen kann CBD Öl zusammen mit Blutdrucksenkern verwendet werden?

  1. Niedrig dosieren: Wenn du Blutdrucksenker einnimmst und CBD nutzen möchtest, solltest du immer mit einer niedrigen CBD-Dosis beginnen. Das minimiert das Risiko eines zu starken Blutdruckabfalls.

  2. Regelmäßige Blutdruckkontrolle: Da CBD den Blutdruck senken kann, ist es wichtig, regelmäßig zu messen, ob der Blutdruck nicht zu stark absinkt.

  3. Ärztliche Beratung: Bevor du mit CBD beginnst, solltest du unbedingt mit deinem Arzt sprechen. Dieser kann Wechselwirkungen überwachen und die Medikamentendosis bei Bedarf anpassen.

  4. Auf Nebenwirkungen achten: Wenn du unter der Kombination aus CBD Öl und Blutdrucksenkern Schwindel, Müdigkeit, Schwäche oder Ohnmachtsgefühle bemerkst, solltest du sofort den Arzt informieren.

Mit welchen Blutdrucksenkern ist CBD nicht zu empfehlen?

Es gibt keine spezifischen Blutdrucksenker, die grundsätzlich absolut verboten sind in Kombination mit CBD, aber alle oben genannten Gruppen erfordern Aufmerksamkeit. Das Wichtigste ist, einen zu starken Blutdruckabfall zu vermeiden, da dieser zu Schwindel, Ohnmachtsanfällen oder anderen Komplikationen führen kann. Beachte, dass CBD an sich schon eine blutdrucksenkende Wirkung haben kann.

Zusammenfassung:

  • CBD kann mit Blutdrucksenkern wie ACE-Hemmern, Beta-Blockern, Calciumkanalblockern und Diuretika kombiniert werden, jedoch mit Vorsicht.
  • Eine niedrige Anfangsdosis, regelmäßige Blutdruckmessung und ärztliche Beratung sind wichtig für die Sicherheit.
  • Bei ungewöhnlichen Symptomen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Ärztliche Überwachung ist entscheidend, um die sichere Verwendung von CBD zusammen mit Blutdrucksenkern zu gewährleisten.

 

Immunsuppressiva und CBD

Immunsuppressiva sind Medikamente, die das Immunsystem schwächen oder unterdrücken. Sie werden bei unterschiedlichen medizinischen Erkrankungen eingesetzt, bei denen das Immunsystem überaktiv ist oder schädliche Reaktionen auslöst. Zum Beispiel, wenn das Immunsystem die eigenen Körperzellen angreift oder um die Abstoßung eines transplantierten Organs zu verhindern.

Autoimmunerkrankungen: Erkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Zellen und Gewebe angreift. Beispiele sind rheumatoide Arthritis, systemischer Lupus erythematodes (SLE) und Morbus Crohn. Immunsuppressiva helfen, die Angriffsreaktion des Immunsystems bei diesen Erkrankungen zu reduzieren.

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Einige entzündliche Erkrankungen wie schwere Asthmaformen oder entzündliche Darmerkrankungen (IBD) können ebenfalls mit Immunsuppressiva behandelt werden, um die durch das Immunsystem verursachte chronische Entzündung zu verringern.

Wie wirken Immunsuppressiva?

Immunsuppressiva wirken auf unterschiedliche Weise auf das Immunsystem:

Einige hemmen die Vermehrung und Aktivität von Immunzellen.
Andere verhindern die Funktion bestimmter Proteine des Immunsystems, die für Entzündungs- und Angriffsreaktionen entscheidend sind.

Beispiele für Immunsuppressiva:

Kortikosteroide: Medikamente wie Prednison, die Entzündungen rasch reduzieren und breit bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.

Cyclosporin: Häufig nach Organtransplantationen angewendet, um die Abstoßung zu verhindern.

Azathioprin: Wird ebenfalls bei transplantierten Patienten und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Methotrexat: Verwendet zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen.

Tacrolimus: Oft bei Nieren- und Lebertransplantationen, um Organabstoßung zu verhindern.

Wie beeinflusst CBD Immunsuppressiva?

CBD kann den Metabolismus von Immunsuppressiva beeinflussen, was zu erhöhten Blutzspiegeln und verstärkten toxischen Nebenwirkungen führen kann. Daher wird die gleichzeitige Einnahme von CBD und Immunsuppressiva nicht empfohlen!


Zusammenfassung

Der Kauf von CBD Öl wird immer populärer, weshalb es wichtig ist, über mögliche Wechselwirkungen Bescheid zu wissen. Der obige Überblick, basierend auf derzeit verfügbaren Belegen und Erkenntnissen, gibt Einblicke in potenzielle Wechselwirkungen zwischen CBD und allgemein verwendeten Arzneimittelgruppen. Die Verwendung von CBD sollte mit dem Ansatz „niedrig starten und langsam steigern“ sorgfältig erfolgen und der Patient genau beobachtet werden. Es gilt zu beachten, dass CBD mit bestimmten Wirkstoffen nicht empfohlen wird oder nur mit großer Vorsicht angewendet werden sollte. Weitere klinische Studien sind notwendig, um die sichere und optimale Nutzung zu verbessern. Für Wechselwirkungen von CBD mit anderen Medikamenten gibt es bislang wenige Fallberichte oder klinische Studien, weshalb zukünftige Forschungen mehr über die Mechanismen dieser Wechselwirkungen aufklären müssen.

Sprich vor der Anwendung von CBD unbedingt mit deinem Arzt, besonders wenn du Medikamente einnimmst!


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Quelle:

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