Die Wirkungen von CBD öl

Woher stammt das CBD Öl?
Die Geschichte des CBD (Cannabidiol) Öls ist eng mit der Geschichte der Cannabispflanze verbunden.
Über die heilenden Wirkungen von Cannabis berichteten erstmals die Chinesen vor etwa 5000 Jahren. Später wurde die Pflanze in vielen Ländern zu medizinischen Zwecken verwendet, doch Anfang des 20. Jahrhunderts war die recreationale Nutzung von Cannabis in den Vereinigten Staaten bereits weit verbreitet.
Die spätere Prohibition wurde von wirtschaftlichen Interessen großer Kapitalgruppen beeinflusst. Historiker vermuten, dass Unternehmen der Holzindustrie, die im Papiergewerbe tätig waren, Anfang des 20. Jahrhunderts Druck auf die US-Regierung ausübten, Cannabis zu kriminalisieren, da sie befürchteten, dass Hanf als kostengünstiger und effektiver Rohstoff eine Konkurrenz darstellen könnte. Dieses Vorgehen übernahmen danach viele Länder weltweit und erklärten die Pflanze nahezu überall zu einem illegalen Stoff.

CBD wurde erstmals 1940 vom amerikanischen organischen Chemiker Dr. Roger Adams aus der Pflanze extrahiert, doch aufgrund des Cannabisverbots wurden viele Forschungen zu den Inhaltsstoffen der Pflanze eingestellt oder gar nicht erst begonnen. In den 1960er Jahren begannen Wissenschaftler erneut, sich für Cannabinoide zu interessieren, und 1963 isolierte Dr. Raphael Mechoulam aus Israel als Erster das CBD, ein Jahr später folgte die Isolierung von THC (Tetrahydrocannabinol), dem bekanntesten psychoaktiven Wirkstoff der Cannabispflanze.
Die wirkliche Wende begann erst im letzten Jahrzehnt, als die medizinische Verwendung von Cannabis immer populärer wurde und mehrere Länder die medizinische Anwendung legalisierten. CBD spielte dabei eine bedeutende Rolle, da es keine bewusstseinsverändernde Wirkung besitzt, aber unbestritten gesundheitliche Vorteile bieten kann.
Seit Anfang der 2000er Jahre wurden immer mehr Forschungsergebnisse über die Wirkungen von CBD und anderen nützlichen Verbindungen aus Cannabis veröffentlicht, die ihre potenzielle therapeutische Anwendung untermauern.
CBD Öl oder Cannabisöl?
Umgangssprachlich hat sich der Begriff CBD Öl am meisten durchgesetzt, doch viele nennen es auch Cannabisöl. CBD- beziehungsweise Cannabisöl ist ein Produkt, das aus dem Extrakt der Blütenstände der Cannabispflanze hergestellt wird, indem der rohe, dickflüssige, honigartige Extrakt mit einem pflanzlichen Öl verdünnt wird.
Der Ausdruck Cannabisöl trifft hier eher zu als CBD Öl, da diese Produkte idealerweise nicht nur CBD enthalten, sondern auch weitere nützliche Inhaltsstoffe der Pflanze (CBDA, CBDV, CBG, CBN, CBC) sowie Terpene. In diesem Artikel verwenden wir die Begriffe CBD Öl und Cannabisöl wechselweise, wobei beide Bezeichnungen das Gleiche meinen.
Die zahlreichen vorteilhaften Wirkungen von CBD Öl:
Auf Basis verfügbarer Erfahrungsberichte und Forschungsergebnisse kann CBD Öl viele positive Effekte haben.
- Schmerzlindernde Wirkung: Cannabisöl kann helfen, verschiedene Arten von Schmerzen zu lindern, darunter Schmerzen durch Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen und chronische Schmerzen.
- Stress- und Angstabbau: CBD Öl kann stress- und angstlösend wirken und helfen, allgemeine Angstzustände, soziale Angst und Schlafstörungen zu mildern.
- Neuroprotektive Wirkung: Cannabisöl besitzt neuroprotektive Eigenschaften, das heißt es kann das Nervensystem vor Schäden schützen und die Gesundheit und Funktion des Gehirns verbessern.
- Reduzierung von Akne: CBD Öl kann helfen, die Entstehung von Akne zu vermindern, da es entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
- Herz-Kreislauf-Gesundheit: Cannabisöl kann verschiedene positive Wirkungen auf Herz und Kreislauf haben, einschließlich Blutdrucksenkung und Verringerung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Darüber hinaus können CBD noch krebshemmende, antiemetische (Übelkeitsmindernde), antidiarrhoische, knochenbildende, krampflösende und antibakterielle Wirkungen zugeschrieben werden und es fördert die Aktivität des endogenen Cannabinoids Anandamid.
Die besondere Bedeutung der Wirkung von Cannabisöl auf Anandamid
Das Anandamid ist eine natürliche Verbindung, die vom menschlichen Körper produziert wird. Das Wort „Ananda“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Glückseligkeit oder Freude – ein Name, der treffend gewählt wurde: Anandamid spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Glücksgefühl und emotionaler Ausgeglichenheit.
Seine Funktionen sind vielfältig: Es trägt zur Schmerzminderung, Steigerung des Wohlgefühls, Appetitregulierung sowie der Beeinflussung von Erinnerung und Lernprozessen bei. Man könnte es als die „Glücksmolekül“ des Körpers bezeichnen, das hilft, Stress abzubauen und das Wohlbefinden aufrechtzuerhalten.
Wie entfaltet CBD Öl seine Wirkung?
CBD Öl wirkt über das Endocannabinoid-System, ein komplexes Netzwerk, das eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase, also des inneren Gleichgewichts des Körpers, spielt. Dieses System umfasst das Gehirn, das Immunsystem und das zentrale Nervensystem und beeinflusst unter anderem Schmerz, Entzündungen, Verdauung, Schlaf, Appetit und Stimmung.
Die Interaktion von CBD mit dem Endocannabinoid-System ist komplex und Gegenstand intensiver Forschung, doch Folgendes ist bekannt:
Interaktion mit Cannabinoid-Rezeptoren: CBD wirkt indirekt auf die beiden Hauptrezeptoren des Endocannabinoid-Systems, CB1 und CB2. Diese Rezeptoren sind im gesamten Körper verteilt und regulieren zahlreiche physiologische Prozesse.
Hemmung von Enzymen: CBD hemmt Enzyme, die Anandamid abbauen, wodurch der Anandamid-Spiegel im Körper erhöht wird. Diese Eigenschaft kann helfen, das allgemeine Gleichgewicht und Wohlbefinden unseres Körpers zu verbessern.
Entzündungshemmende und antioxidative Wirkung: Zu den Wirkungen von CBD gehören die Verringerung von Entzündungen und der Schutz vor oxidativem Stress, die bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten und der Verbesserung der allgemeinen Gesundheit helfen können.
Einfluss auf Serotonin-Rezeptoren: CBD beeinflusst auch die 5-HT1A Serotonin-Rezeptoren, die eine zentrale Rolle bei biologischen und neurologischen Prozessen spielen, etwa bei der Regulation von Angst, Schlaf, Schmerzempfinden und Übelkeit.
Beim Thema CBD Öl müssen auch andere wichtige Inhaltsstoffe der Cannabispflanze erwähnt werden, die die Wirksamkeit von CBD verstärken. Das sind sogenannte Phytocannabinoide, die in messbaren Mengen in breit und vollspektrum Vollspektrum CBD Ölen enthalten sind und wichtige therapeutische Eigenschaften besitzen.
Zu diesen Phytocannabinoiden zählen:
CBDA
entzündungshemmend, hemmt Zellteilung, krebshemmend, antiemetisch
CBDV
fördert Knochenbildung
CBC
entzündungshemmend, schmerzlindernd, knochenbildend, krebshemmend
CBN
krebshemmend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, schlaffördernd
CBG
hemmt Zellteilung, krebshemmend, antibakteriell
THC
krebshemmend, entzündungshemmend, krampflösend, angstlösend, schmerzlindernd, antiemetisch, neuroprotektiv, schlaffördernd
THCA
entzündungshemmend, antiemetisch, neuroprotektiv, krampflösend, hemmt Zellteilung, krebshemmend, wirkt freudebringend und wohlbefindensfördernd
THCV
appetitzügelnd, knochenbildend, antidiabetisch, antiemetisch
Die Rolle der Terpene im CBD Öl
Terpene sind natürliche aromatische Verbindungen, die nicht nur für den Duft und Geschmack von Cannabis, sondern auch vieler anderer Pflanzen verantwortlich sind – beispielsweise Lavendel, Zitrusfrüchte oder Kiefern. In CBD Öl spielen Terpene eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Wirkung.
Wissenschaftlicher Hintergrund – der „Entourage-Effekt“
Studien zeigen, dass Cannabinoide (wie CBD) und Terpene gemeinsam ihre Wirkung verstärken können. Dies nennt man den Entourage-Effekt.
Das bedeutet, dass qualitativ hochwertige Vollspektrum- und Breitbandspektrum-CBD Öle, die Terpene enthalten, oft wirksamer sind als reines CBD-Isolat, da Terpene wesentlich zur therapeutischen Wirkung beitragen.
Welche Wirkungen können Terpene haben?
Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen können Terpene unter anderem:
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beruhigende und stressreduzierende Wirkungen unterstützen,
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entzündungshemmend wirken,
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Stimmung und Schlaf beeinflussen,
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die Schmerzwahrnehmung regulieren.
Die wichtigsten Terpene im CBD Öl
Myrcen (Myrcene)
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Das häufigste Terpen in der Cannabispflanze
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Wird mit beruhigenden und entspannenden Effekten in Verbindung gebracht
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Auch in Mango und Hopfen enthalten
Limonen (Limonene)
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Zitrusartiger Duft
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Stimmungsaufhellend, stressreduzierend
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Ebenfalls in Zitrone und Orange vorhanden
Pinén (α-pinene)
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Kiefernduft
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Erfrischender, konzentrationsfördernder Effekt
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Kann antioxidative Eigenschaften besitzen
Linalool
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An Lavendel erinnerndes Aroma
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Beruhigend, angstlösend
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Hauptterpen der Lavendelpflanze
Kariophyllen (β-caryophyllene)
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Würzig-pfeffriger Duft
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Besonders, da es direkt auf die CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems wirkt
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Besitzt potenzielle entzündungshemmende Eigenschaften
Die ersten Cannabis-Medikamente:
Sativex und Epidiolex sind zwei Medikamente, die Cannabis-Exktrakte für therapeutische Zwecke verwenden. Beide markieren wichtige Meilensteine in der Entwicklung und Regulierung von cannabisbasierten Arzneimitteln sowie in der Akzeptanz von CBD-haltigen Produkten.
Sativex
Sativex ist ein cannabisbasiertes Mundspray, das CBD und THC zu gleichen Teilen enthält. Das Medikament wurde von der GW Pharmaceuticals in Großbritannien entwickelt.
Sativex erhielt seine erste Zulassung 2005 in Kanada zur Behandlung der Multiplen Sklerose. Seitdem wurde es in über 25 Ländern zugelassen, darunter Großbritannien und mehrere Länder der Europäischen Union.
Sativex ist das erste Medikament, das aus Cannabis-Extrakten hergestellt und offiziell in zahlreichen Ländern genehmigt wurde. Seine Bedeutung liegt darin, dass es die wissenschaftlich belegte Anwendung von Cannabis für therapeutische Zwecke demonstriert.
Epidiolex
Epidiolex ist eine rein auf CBD basierende flüssige Lösung, ebenfalls entwickelt von GW Pharmaceuticals.2018 erhielt es die Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zur Behandlung von zwei seltenen und schweren Formen der Epilepsie – dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom – bei Patienten ab 2 Jahren. Seitdem wurde es in mehreren Ländern, darunter auch Großbritannien und in der EU, zugelassen.
Epidiolex ist das erste zugelassene Medikament, das ausschließlich CBD enthält. Die Zulassung durch die FDA stellt ebenfalls einen bedeutenden Meilenstein für die Legitimation cannabisbasierter Medikamente und die Anerkennung des therapeutischen Potenzials von CBD dar.
Beide Medikamente tragen zur schrittweisen Anerkennung des therapeutischen Potenzials von Cannabis und zum Fortschritt bei der Entwicklung cannabisbasierter Arzneimittel in der modernen Medizin bei.
Wichtig ist zu beachten, dass die Wirkungen von CBD Öl individuell unterschiedlich sein können und dass die Wahrnehmung der Effekte sowie die Intensität der Wirksamkeit bei verschiedenen Personen und unter verschiedenen Bedingungen variieren kann. Bevor du eine neue Behandlung beginnst, solltest du stets einen Arzt oder Gesundheitsfachmann konsultieren, um sicherzustellen, dass es für dich geeignet ist. Worauf sollte man achten, wenn man CBD Öl bestellt?
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